Lima, die Hauptstadt von Peru, hat rund acht Millionen Einwohner. Das wirtschaftliche und kulturelle Leben in Peru konzentriert sich auf die wenigen grossen Städte.
In Lima lebt rund ein Drittel der peruanischen Gesamtbevölkerung. Diese durch Landflucht ausgelöste Tatsache hat grosse soziale Probleme zur Folge: Armut und Kriminalität gehören in Lima zum Alltag. Mit Stehlen und Betteln lernen die Armen zu überleben. Oft sind der Drogenhandel und die Prostitution die einzige Möglichkeit, etwas zu verdienen. Die Menschen wohnen in alten, verfallenen Häusern in unhygienischen, unmenschlichen Verhältnissen, oder sie leben in Slumgebieten ausserhalb der Hauptstadt.
Die Gewalttätigkeit an diesen Orten ist extrem hoch. Schon Kinder müssen arbeiten um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Durch das niedrige Bildungsniveau finden viele dieser Menschen keine Arbeit.
Ein Vergleich der Weltbank aus dem Jahr 2002 zeigt auf, wie enorm die Unterschiede zwischen Peru und der Schweiz (und jedem mitteleuropäischen Land) sind.
Obwohl Peru viermal mehr Einwohner und über 30 mal mehr Fläche hat, ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) gemäss IWF im Jahr 2009 fast viermal kleiner als das der Schweiz.
Bildergeschichte zweier Familie aus dem Armenviertel "7 de Junio"
So wohnt die erste Familie. Beide Familien profitieren vom Hilfsangebot von Misericordia.